Steuerrecht SPEZIAL

Datum:
(2017/09/08) Freitag, 08. September 2017
Referent:
Siehe unten!
Teilnehmerkreis:
Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Fachanwälte für Steuerrecht, qualifizierte Steuerfachwirte
Uhrzeit: 
09:00 Uhr  bis 17:00 Uhr
Kategorie:
Allgemeine Steuern
Alle Termine:
RDATE;VALUE=DATE:20170908,20171130

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Themen für den 08.09.2017:

Teil I

Im Rahmen des ertragsteuerlichen Teils der Veranstaltung werden zunächst die aktuellen Problemfelder mit ihren möglichen Lösungsansätzen im Rahmen der steuerlichen Beratung im Bereich der Einbringung von Unternehmensteilen bzw. des Anteilstausches in Kapitalgesellschaften (§ 20 UmwStG) sowie der Einbringung von Unternehmensteilen in Personengesellschaften (§ 24 UmwStG) behandelt. Gegenübergestellt wird dann die steuerliche Begleitung der umgekehrten Konstellation, nämlich die Umwandlung von Kapitalgesellschaften in Personenunternehmen im Anwendungsbereich der §§ 3-8 UmwStG. Der Umfang, die Zuordnung und die Abzugsfähigkeit von mit der Umwandlung im Zusammenhang stehenden Umwandlungskosten wird dabei ebenfalls ihre Berücksichtigung finden.

Desweiteren steht im Fokus die Entscheidung des BVerfG zu § 8c KStG zum quotalen Untergang des Verlustvortrags bei Kapitalgesellschaften im Fall eines schädlichen Beteiligungserwerbs (Beschluss v. 29.03.2017-Az. 2 BvL 6/11) und deren Folgen für die aktuelle Beratungspraxis. Auch die aktuelle Situation im Anwendungsbereich der sog. schädlichen Gesamtplanrechtsprechung bei der Gestaltung der vorweggenommenen Erbfolge (§ 6 Abs. 3 EStG) bzw. dem sog. Ausgliederungsmodell (§ 6 Abs. 5 EStG versus §§ 20,24 UmwStG) wird näher beleuchtet werden.


Aktuelle Problemfelder bei der Einbringung von Unternehmensteilen/dem Anteilstausch  in Kapitalgesellschaften sowie der Einbringung von Unternehmensteilen in Personen- Gesellschaften (§§ 20,24 UmwStG):

  • Gestaltungsfehler bei dem Antrag auf Buchwertfortführung
  • Schädliche Gegenleistungen
  • Zurückbehaltung funktional wesentlicher Betriebsgrundlagen
  • Steuerfalle Teilbetrieb
  • Steuerfalle Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG
  • Anwendung der Gesamtplanrechtsprechung beim sog. Ausgliederungsmodell?
  • Veräußerungsersatztatbestände, die häufig übersehen werden


Systematische Unterschiede bei der Umwandlung von Kapitalgesellschaften in Personenunternehmen (§§ 3-8 UmwStG):

  • Darstellung eines Muster-Beispielfalls
  • Risiko der Vernichtung von Anschaffungskosten
  • Übertragungsgewinn versus Übernahmegewinn/Übernahmeverlust
  • Vereinigung von Forderungen und Verbindlichkeiten (Konfusionsgewinn)
  • Umfang und Zuordnung von Umwandlungskosten


Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 29.03.2017- Az. 2 BvL 6/11- zu § 8c KStG

  • Umfang und Reichweite der Entscheidung
  • Wie geht die Finanzverwaltung mit der Entscheidung um?
  • Reaktionen in der steuerlichen Beratung?
  • Nicht von der Entscheidung betroffene Sachverhalte
  • Anwendung der Gesamtplanrechtsprechung bei der vorweggenommenen Erbfolge
  • § 6 Abs. 3 EStG versus § 6 Abs. 5 EStG
  • § 6 Abs. 5 EStG versus §§ 20,24 UmwStG

 

Teil II

Vor der Wahl im Herbst dieses Jahres sind nur noch wenige gesetzliche Neuregelungen auf den Weg gebracht worden. Dennoch lohnt sich immer ein Blick auf die Tätigkeit des Gesetzgebers. In diesem Rahmen wird auf die neuen Regelungen im Bereich der Lohnsteuer, Gewerbesteuer und Einkommensteuer eingegangen werden. Im Anschluss daran wird auf die neue Rechtsprechung des BFH zu Fragen der Abgeltungssteuer eingegangen. Des Weiteren wird die Rechtsprechung zu Fragen der nachträglichen Anschaffungskosten im Bereich des § 17 EStG, zum Progressionsvorbehalt bei ausländischen Betriebsstätten, der gewinnneutralen Realteilung und einem Betrugsschaden als Werbungskosten beleuchtet. Neue Entwicklungen zu Fragen im Zusammenhang mit der ersten Tätigkeitsstätte werden auch beleuchtet.

 

  • Sanierungserlass und die gesetzliche Neuregelung
  •  Neues aus dem Bereich der Abgeltungssteuer
    • Mittelbare Beteiligungen und Darlehen
    • Verlustverrechnungen
    • Termingeschäfte
    • Atypisch stille Beteiligungen – auch bei Minderjährigen
  • Atypisch stille Beteiligungen in der GewSt
  • Doppelstöckige Personengesellschaften und Sonderbetriebsvermögen II
  • Eigenkapitalersetzende Darlehen und Schadensersatz im Bereich des § 17 EStG
  • Progressionsvorbehalt bei ausländischen Betriebsstätten
  • Aktuelle Entwicklungen bei der ersten Tätigkeitsstätte
  •  Betrugsschaden als Werbungskosten
  • Gewinnneutrale Realteilung 

Ihre Referenten am 08.09.2017:

Prof. Dr. Jörg Knies, Bremen

Dipl.-Fw. Hans Dieter Gehrke, Groß- und Konzernbetriebsprüfung Schleswig-Holstein, Kiel


Ihr Referententeam

Prof. Dr. Jörg Knies
Prof. Dr. Jörg Knies war im Anschluss an seine Tätigkeit als Referent bei der Oberfinanzdirektion Stuttgart seit 2006 als Dozent an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg tätig. Er wechselte zum 01.01.2017 an die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Er lehrt und im Bereich des Ertragsteuerrecht mit den Schwerpunkten im Einkommensteuer- und Internationales Steuerrecht
  

Joachim Vogt
Vorsteher Finanzamt Zschopau (seit 2007), Lehrbeauftragter an der Fachhochschule der sächsischen Verwaltung im Fach Umsatzsteuer seit 1993.

 

Dipl.-Fw. Hans Dieter Gehrke
Herr Dipl.-Fw. Hans Dieter Gehrke ist als Leiter der Groß-und Konzernbetriebsprüfung mit allen wesentlichen Fragen des Unternehmenssteuerrechts befasst. Zuvor hat er als Referatsleiter im Finanzministerium Schleswig-Holstein auf Bundesebene u.a. an der Fassung des aktuellen Umwandlungssteu-ergesetzes bzw. Umwandlungssteuer-Erlasses mitgewirkt. Innerhalb und außerhalb der Finanzverwaltung referiert er zudem auf dem Gebiet der Besteu-erung von Personenunternehmen und Kapitalgesellschaften, des Gesellschaftsrechts, Um-wandlungssteuerrechts bzw. Internationalem Steuerrechts.

 

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Frederike Dzierzon
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