„Kurskorrektur des BGH – Neue Haftungsgefahren für Steuerberater bei der Jahresabschlusserstellung“ [41102]

Datum:
(2017/11/06) Montag, 06. November 2017
Referent:
Siehe unten!
Teilnehmerkreis:
Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerfachwirte und qualifizierte Steuerfachangestellte
Uhrzeit: 
09:00 Uhr  bis 16:30 Uhr
Kategorie:
Kanzleimanagement
Alle Termine:

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Neue Haftungsgefahren bei der Going-Concern-Prüfung im Rahmen der Jahresabschlusserstellung ?

Mit Urteil vom 26.1.2017 hat der BGH entschieden, dass der Steuerberater eine falsche Bilanzierung mit Fortführungswerten zu verantworten hat, wenn eine Bilanzierung mit Fortführungswerten objektiv ausschied und er es unterlassen hat, vom Mandanten abklären zu lassen, ob gleichwohl noch Fortführungswerte angenommen werden können. Zudem hat der BGH entgegen seiner bisherigen Rechtsprechung entschieden, dass der Steuerberater, der den Jahresabschluss erstellt hat, die GmbH unter bestimmten Voraussetzungen auf eine mögliche Insolvenzreife und die sich hieraus ergebenden Prüfungspflichten hinweisen muss.

Die Entscheidung wirft viele Fragen auf. Wann fällt die gesetzliche Fortführungsvermutung weg? Unter welchen Voraussetzungen darf trotz deren Wegfall noch mit Fortführungswerten bilanziert werden? Reicht es, wenn die GmbH ihre unternehmerische Tätigkeit im Prognosezeitraum noch fortgeführt hat? Wie muss eine explizite Fortführungsprognose aussehen? Was ist zu tun, wenn der Geschäftsführer trotz bestehender Zweifel eine Bilanzierung mit Fortführungswerte verlangt? Muss der Steuerberater das Mandat dann niederlegen oder kann er sich durch Dokumentation der Weisung im Jahresabschluss exkulpieren? Welche sonstigen Abwehrargumente gibt es, wenn der Insolvenzverwalter oder die Hausbank der GmbH im Insolvenzfall Regressansprüche behaupten?

  • Handelsrechtliche Grundlagen für die Jahresabschlusserstellung
  • Going-Concern-Prüfung im Rahmen der Jahresabschlussprüfung
  • Prüfungspflichten des Steuerberaters, wenn Fortführungsvermutung weggefallen ist
  • Maßnahmen zur Ausräumung von Zweifeln an der Fortführung der unternehmerischen Tätigkeit (explizite Fortführungsprognose oder Begründung im Einzelfall)
  • Haftung des Steuerberaters bei pflichtwidrig zugrunde gelegter Fortführungswerte (Pflichtverletzung, Kausalität, Schaden, Mitverschulden) 
  • Exkulpation bei Weisung durch den Geschäftsführer und deren Dokumentation im Jahresabschlussentwurf
  • Haftung des Steuerberaters bei unterlassenem Hinweis auf mögliche Insolvenzreife, wenn Insolvenzgrund offenkundig und dem Geschäftsführer die Insolvenzgefahr nicht bewusst ist
  • Haftung des Steuerberaters wegen Beihilfe zur Insolvenzverschleppung
  • Strategien zur Haftungsvermeidung (Erstellungsauftrag, Vollständigkeitserklärung, Bescheinigung etc.)

Referenten

Dipl.-Fw. (FH) Wolfram Gärtner

Michael Brügge, Rechtsanwalt
Der Referent ist für die HDI-Versicherung AG langjährig mit der Abwehr von gegen StB und WP gerichteten Regressansprüchen befasst und ist Mitautor des beim Beck-Verlag in München in der 2. Auflage erschienenen Werkes Gräfe/Brügge, Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für RA, StB, WP und Notare.

Preis
285,00 EUR / Ab dem 4. Teilnehmer einer Kanzlei 50 % Rabatt.
385,00 EUR für Nichtmitglieder
zzgl. USt

Storno
3 Werktage vor Seminarbeginn

Inklusive

Pausenbewirtung, Mittagessen
E-Skript

E-Skript
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Seminare und Veranstaltungen
Frederike Dzierzon
Telefon 0421-59 58 415
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