Grunderwerbsteuer – Der Teufel steckt im Detail! [40962.18]

Datum:
(2018/04/19) Donnerstag, 19. April 2018
Teilnehmerkreis:
Steuerberater, Rechtsanwälte, Steuerfachwirte und qualifizierte Steuerfachangestellte
Uhrzeit: 
09:00 Uhr  bis 16:00 Uhr
Alle Termine:

Zu diesem Seminar bieten wir das Skript nur als PDF-Datei an. Für weitere Informationen schauen Sie unter dem Punkt "E-Skript"!

Grunderwerbsteuerliche Fragen stehen häufig nur am Rande im Fokus der Beratung. Die Finanzverwaltung hat in letzter Zeit die Bedeutung der Grunderwerbsteuer erkannt und unterzieht den unmittelbaren und mittelbaren Transfer von Grundstücken einer immer genaueren Prüfung. Die dabei erzielten beträchtlichen Mehrsteuern sprechen eine deutliche Sprache. 

Die aktuell geplanten gesetzlichen Änderungen zur Grunderwerbsteuer betreffen in erster Linie die Ersatztatbestände der Besteuerung und damit die Unternehmen der Mandanten. Für den Berater ist die genaue Kenntnis der Wirkungsweise der Grunderwerbsteuer gerade bei Umstrukturierungen, Gesellschafterwechsel bei grundbesitzhaltenden Personengesellschaften, Übertragungen von Grundstücken in Mitunternehmerschaften etc. von großer Bedeutung. 

Die Anhebung der Steuersätze diverser Bundesländer auf 4,5% bzw. 6,5% zeigt den hohen Stellenwert dieser Steuerart. Auch der Gesetzgeber fühlt sich immer wieder aufgerufen neue Regelungen zu schaffen, z.B. die wirtschaftliche Beteiligung nach § 1 Abs. 3a GrEStG. Ganz aktuell sind Neuregelungen zur erfassungswidrigen Ersatz-BMG und zur Anwendung des § 1 Abs. 2a GrEStG durch das Steueränderungsgesetz 2015 dazu gekommen.

Die Anwendung der Steuervergünstigungen nach §§ 5 und 6 GrEStG sind in der Praxis immer wieder Anlass zu Konflikten mit der Steuerverwaltung, insbesondere die Einhaltung von Nachbehaltens- oder Vorbehaltensfristen. Die Auffassung der Finanzverwaltung zur Anwendung dieser Vorschriften wird mit diversen Beispielen erläutert. 

Auch der BFH war in den vergangenen Jahren mit diversen einschneidenden Urteilen aktiv, die den Gesetzgeber und die Verwaltung zu grundlegenden Reaktionen zwingen und gezwungen haben. 

Diese aktuellen Entwicklungen zeigen, dass für die tägliche Beratungspraxis ein Update der Grunderwerbsteuer dringend notwendig erscheint.

Im Rahmen der Veranstaltung werden umfangreiche Fallgestaltungen und deren Folgen aufgezeigt. Die dabei aufgezeigten Fallstricke gilt es bei kompetenter Beratung zu vermeiden. Anhand von diversen Praxisbeispielen werden die vielschichtigen steuerlichen Fragen rund um den mittelbaren und unmittelbaren Transfer von Grundstücken aufgezeigt und eine Hilfestellung für die in der täglichen Arbeit auftretenden Probleme geboten.

I. Aktuelle Entwicklungen aus der Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung

II. Erwerbsvorgänge nach § 1 Abs. 1 GrEStG

  • Einbringungsverträge
  • Auseinandersetzungsverträge
  • Steuervergünstigungen nach §§ 5 und 6 GrEStG

III. Wechsel im Gesellschafterbestand einer Personengesellschaft § 1 Abs. 2a GrEStG

  • Koordinierter Ländererlass zum § 1 Abs. 2a GrEStG
  • Anwendungsbereich
  • Vom Tatbestand erfasste Grundstücke
  • Anteil am Gesellschaftsvermögen Altgesellschafter / Neugesellschafter und mittelbar über eine Kapitalgesellschaft Beteiligte
  • Verhältnis zu § 1 Abs. 3 GrEStG bei Anteilsvereinigung
  • Nichterhebung der Grunderwerbsteuer nach § 6 Abs. 3 GrEStG im Zusammenhang mit steuerpflichtigen Gesellschafterwechseln
  • Steuerschuldnerschaft
  • Anzeigepflichten 

IV. Die Anteilsvereinigung bzw. Anteilsübertragung nach § 1 Abs. 3 GrEStG

  • Anteilsvereinigung bei Personengesellschaften
  • Anteilsvereinigung bei Kapitalgesellschaften
  • Mittelbare Anteilsvereinigungen
  • Anwendbarkeit der Steuervergünstigungen nach §§ 5 und 6 GrEStG
  • Steuerschuldnerschaft
  • Anzeigepflichten

V. Wirtschaftliche Beteiligung nach  § 1 Abs. 3a GrEStG idF des  Amtshilferichtlinienumsetzungsgesetz

VI. Die Erwerbsvorgänge im Rahmen von Umstrukturierungen 

  • Anwachsung nach § 738 BGB
  • Übergang des Eigentums durch Verschmelzung (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 UmwG)
  • Übergang des Eigentums durch Spaltung (§ Abs. 1 Nr. 2 UmwG)
  • Formwechselnde Umwandlungen

VII. Die Befreiung nach der Konzernklausel gem. § 6a GrEStG 

  • Der koordinierte Ländererlass zu § 6a GrEStG
  • Betroffene Umwandlungsvorgänge (Verschmelzung, Spaltung, Formwechsel)
  • Begrenzung auf Konzernfälle
  • Die Vor- und Nachbehaltensfrist nach § 6a Satz 4 GrEStG
  • Verhältnis zu den Missbrauchsvermeidungsvorschriften der §§ 5 Abs. 3, 6 Abs. 3 Satz 2 und Abs. 4 GrEStG
  • Mittelbare Umwandlungsfolgen
  • Chancen und Risiken der neuen „Konzernklausel“

VIII. Vermeidung der Doppelbesteuerung nach § 1 Abs. 6 GrEStG

 

Preis 
210,00 EUR / Ab dem 4. Teilnehmer einer Kanzlei 50 % Rabatt
310,00 EUR für Nichtmitglieder
zzgl. USt 

Storno
3 Werktage vor Seminarbeginn

Inklusive
Pausenbewirtung, Mittagessen
E-Skript

E-Skript
Bitte beachten Sie, dass wir zu diesem Seminar E-Skripten anbieten. Die E-Skripten senden wir Ihnen nach der kostenlosen Stornierungsfrist per E-Mail zu. Bitte teilen Sie uns aus dem Grund Ihre E-Mail Adresse mit. Gegen eine Gebühr in Höhe von 15,00 € zzgl. USt können Sie das Skript in ausgedruckter Form erhalten. Dieses Angebot gilt nur in Zusammenhang mit der Teilnahme an dem Seminar.

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