Die Körperschaftsteuer – Erklärung 2017 der GmbH [41122]

Datum:
(2018/06/05) Dienstag, 05. Juni 2018
Teilnehmerkreis:
Steuerfachwirte, Steuerfachangestellte und qualifizierte Kanzleimitarbeiter
Uhrzeit: 
09:00 Uhr  bis 16:30 Uhr
Alle Termine:

Mitte  2018 ist es an der Zeit, anhand der neuen Erklärungsvordrucke die Kör-perschaftsteuer-Erklärungen 2017 zu erstellen. Die wichtigsten Vordrucke sind gegenüber den Vorjahren erstmals für den VZ 2016 grundlegend neu gestaltet worden. Der Grundvordruck KSt 1 A ist um eine neue Anlage GK erweitert worden. Ferner gibt es z.B. neue Anlagen im Zusammenhang mit Beteiligungen an anderen Kapitalgesellschaften sowie in Verlustfällen. Der Referent wird zunächst allgemeine Hinweise zu den Körperschaftsteuererklärungen geben sowie die Neuigkeiten und typischen Fehlerquellen zu den wichtigsten Körperschaftsteuervordrucken erläutern. Praktische Fragen im Zusammenhang mit verdeckten Einlagen sowie die Anwendung der Steuerbefreiung nach § 8 b KStG werden einschließlich des Ausweises in den amtlichen Vordrucken erläutert. Entsprechendes gilt für die Gefahren bei einer Anteilsübertragung durch den § 8 c KStG unter Berücksichtigung der neuen Verwaltungsauffassung nach dem BMF-Schreiben vom 28.11.2017 verbunden allerdings erstmals ab VZ 2016 durch den möglichen Antrag auf einen fortführungsgebundenen Verlustvortrag nach dem neuen § 8 d KStG. Eine für den Mittelstand neue Fehlerquelle stellt die Feststellung des steuerlichen Einlagekontos i.S.d. § 27 KStG dar.

Vorhandene Rechtskenntnisse können mit Hilfe des Seminars sowohl aufgefrischt als auch vertieft werden. Das Seminar bietet aber auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Steuerberatungskanzleien die Gelegenheit, sich in die jeweilige Rechtsmaterie aus dem Körperschaftsteuerrecht einzuarbeiten. Es will für die Praxis hilfreiche Gestaltungshinweise geben. 

Den Abschluss des Seminars bilden verschiedene Praxisfragen im Zusammenhang mit Vergütungen an Gesellschafter-Geschäftsführer. Wegen der Einzelheiten wird auf die beigefügte Gliederung verwiesen.

Der erfahrene Referent ist seit vielen Jahren mit dem Körperschaftsteuerrecht befasst und hat sich nicht zuletzt wegen seinen engagierten Vortragstil in zahlreichen Seminaren im Bundesgebiet einen Namen gemacht.

I. Allgemeine Hinweise  zu den Steuererklärungen

  • Abgabefrist
  • Form der Steuererklärungsvordrucke
  • Die verschiedenen Körperschaftsteuer-Erklärungsvordrucke  2017
    • Überblick zu den verschiedenen Vordrucken
    • Bedeutung für die GmbH

II. Neuigkeiten, Hinweise und typische Fehlerquellen zu den wichtigs-ten KSt-Erklärungsvordrucken für 2017 einschl. der neuen Anlage GK

III. Der Ausschluss des Verlustabzuges nach § 8 c KStG und seine Vermeidung durch den neuen § 8d KStG

  • Grundlagen anhand von Beispielen
  • Teilweise Vermeidung des Verlustausschlusses nach § 8 c KStG durch Anteilsübertragung in Raten                                         
  • Was steht einer Anteilsübertragung gleich?
  • Anwendung bei Anteilsübertragung auch zu Gewinnzeiten
  • Behandlung von Verlusten im Jahr der Anteilsübertragung (neue verschärfte Verwaltungsauffassung)
  • Können Verlustvorträge mit Gewinnen vor der Anteilsübertragung verrechnet werden? 
  • Anteilsübertragung im Firmenverbund 
  • Wechsel unmittelbarer in mittelbarer Beteiligung (Vorsicht z.B. bei Betriebsaufspaltung)
  • Verschonungsregelung
  • Verfassungswidrigkeit des § 8c Abs. 1 Satz 1 KStG bis zum 31.12.2015 und Folgen für den Satz 2 sowie ab VZ 2016
  • Der erstmals ab VZ 2016 mögliche Antrag auf fortführungsgebundenen Verlustvortrag nach dem neuen § 8 d KStG 

IV. Abzug der verdeckten Einlagen bei der Einkommensermittlung in der neuen Anlage GK

  • Technik und Bedeutung des Abzugs im Vordruck
  • Forderungsverzicht bzw. Schuldübernahme durch Gesellschafter            
  • Forderungsverzicht gegen Besserungsversprechen als sinnvolle Gestaltung (Gefahren bei Anteilsübertragung)            
  • Vergütungsverzicht bei Dienstleistungen, Nutzungsüberlassungen oder Darlehnsgewährungen usw. mit oder ohne Besserungsversprechen (Vorsicht bei Weihnachtsgeldern und Tantiemen)

V. Steuerbefreiung nach § 8 b KStG  (Anlage GK / Anlage BE/ Anlagen FE – K 1/ K 2/ K 4)

  • Grundlagen einschl. der neuen Vordrucke ab VZ 2016  
  • Steuerpflicht von Dividenden aus Streubesitzanteilen
  • Einschränkung der Steuerfreiheit von Veräußerungsgewinnen
  • Anwendung und Grenzen der Pauschalierung nicht abziehbarer Ausgaben (5 %) 
  • Vermeidung von Steuernachteilen bei einer Wertaufholung
  • Behandlung von Gesellschafterdarlehen bei Körperschaften (§ 8 b  Abs. 3 Satz 4 ff. KStG)                          
  • Anwendung bei zwischengeschalteten Personengesellschaften
  • Vorsicht bei einer vermögensverwaltenden Wertpapier-GmbH (Rechtsänderung ab VZ 2017!)
  • Ausfall einer Darlehnsforderung gegenüber einer Schwestergesellschaft (Gefahren für AntE – Vermeidung)

VI. Feststellung des steuerlichen Einlagekontos (Anlage KSt – 1 F ) 

  • Inhalt und Bedeutung einschl. Darstellung in den Vordrucken mit Unterscheidung zwischen offenen und verdeckten Einlagen  
  • Zeitpunkt des Zugangs beim Einlagekonto (Abgrenzung zur Bilanzierung -Fehlerquelle)
  • Folgen einer unterblieben Erfassung von Zugängen beim Einlagekonto Berichtigungsmöglichkeit? Schadensbegrenzung; Auswirkungen bei GmbH und Gesellschafter sowie Handlungsempfehlungen)
  • Verwendungsreihenfolge einschl. Anwendung bei unterjährigen Einlagen 
  • Keine Einlagenkontoverwendung für vGA nach BP 

VII. Sonstiges

  • Steuerrechtliche Anerkennung inkongruenter Gewinnausschüttungen
  • Kapitalertragsteuerabzug insbesondere für Gewinnausschüttungen
  • Kirchensteuer und Kapitalertragsteuerabzug inkl. Behandlung in KapESt-Anmeldung 2018 sowie Übersicht zum maßgebenden Religionsschlüssel  
  • Neuregelung zum KapESt-Abzug bei Beteiliungserträgen von Hol-dinggesellschaften)
  • Ausstellung der Steuerbescheinigung insbesondere für Gewinnausschüttungen


VIII. Fallen und Neues beim Gesellschafter-Geschäftsführer

  • Schulden der gesamten Arbeitskraft
  • Schriftformerfordernis
  • Tantieme-Bemessungsgrundlage (Welcher JÜ?)
  • Höchstgrenze für Tantieme (Verhältnis zum JÜ und zu Festbezügen)
  • Berücksichtigung von Verlustvorträgen bei der Tantieme
  • Ende des Dienstvertrages
  • Steuerbelastungen von Tätigkeitsvergütungen gegenüber
  • Gewinnausschüttungen (muss die vGA noch vermieden werden?)

 



Preis
190,00 EUR / Ab dem 4. Teilnehmer einer Kanzlei 50 % Rabatt
290,00 EUR für Nichtmitglieder
zzgl. USt

Storno
3 Werktage vor Seminarbeginn

Inklusive
Pausenbewirtung
Mittagessen
E-Skript

E-Skript
Bitte beachten Sie, dass wir zu diesem Seminar E-Skripten anbieten. Die E-Skripten senden wir Ihnen nach der kostenlosen Stornierungsfrist per E-Mail zu. Bitte teilen Sie uns aus dem Grund Ihre E-Mail Adresse mit. Gegen eine Gebühr in Höhe von 15,00 € zzgl. USt können Sie das Skript in ausgedruckter Form erhalten. Dieses Angebot gilt nur in Zusammenhang mit der Teilnahme an dem Seminar.

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Seminare und Veranstaltungen
Frederike Dzierzon
Telefon 0421-59 58 415
dzierzon@stbv-bremen.de
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